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Zwischen Bäumen

Diese Arbeit ist meine Bachelorarbeit, entstanden zwischen Mai und September 2015. Meine Prüfung war eine Ausstellung, in der ich zunächst einige ältere Arbeiten und abschließend mein Bachelor-Projekt präsentiert habe. Zusätzlich gibt es einen theoretischen Teil in Heftform.

Hier eine kleine inhaltliche Zusammenfassung:

In meiner Arbeit „Zwischen Bäumen“ thematisiere ich die Entfremdung des Menschen von seiner ursprünglich natürlichen Umgebung.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches sich nicht seiner Umgebung anpasst, sondern die Umgebung an sich und seine Bedürfnisse. – Gerald Hüther

Wir leben in einer artifiziellen Welt, einem ausgetüftelten System aus funktionalen Städten und in einer künstlichen, digitalen Umgebung.

Erschreckenderweise verlassen wir uns extrem darauf, dass dieses System unzerstörbar ist und sind dabei auf einem guten Wege unsere natürlichen Instinkte vollkommen zu verlernen und somit zu verlieren. Sollten wir doch einmal auf sie zurückgreifen müssen, verringern sich durch diesen Verlust unsere Überlebenschancen extrem.

Gleichzeitig zur zunehmenden Entfremdung von der Natur steigt jedoch unsere heimliche Sehnsucht nach ihr; wir umgeben uns gern mit Landschaftsbildern und natürlichen Elementen, wie Holzfußböden in unseren Wohnungen oder floralen Mustern auf der Kleidung. Auch aktuelle Neuerscheinungen, wie etwa das Walden-Magazin oder der extreme Erfolg der „Landlust“ zeugen von einem inneren Bedürfnis nach Natur.

Meine Arbeit handelt von meiner eigenen „Waldsehnsucht“.

Bilder stimmungsvoller Waldlandschaften stehen klaren, analytischen Studioaufnahmen gegenüber auf denen ich natürliche Fundstücke zeige, die ich im Wald gesammelt habe.

Diese sterilen, geblitzen Studioaufnahmen symbolisieren für mich den modernen Menschen, der nicht einfach die Natur als vollkommenes funktionierendes System akzeptieren kann, sondern sie auseinander nimmt. Der jedes Detail analysieren, dokumentieren und schlussendlich kontrollieren und beherrschen will.

Dieser Mensch ist es auch, der einen Stadtpark oder eine bewaldete Fläche voller Monokulturen, wie fast überall üblich, bereits für Natur hält. Doch jeder wirtschaftlich genutzte Baum verbraucht exakt so viel Sauerstoff bei der Verarbeitung, wie er im Wachstum gebunden hat. Als Sauerstofflieferant taugen daher nur noch die wenigen Urwaldreste. – P. Wohlleben, Förster und Autor

Es geht beim Wald nicht nur um die Bäume, sondern auch um das Dazwischen. Es geht um uns. Meine Arbeit handelt nicht nur vom Wald, sondern viel mehr von der Welt, unserem Umgang mit ihr und ihrer Zukunft.

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Posted: 11/10/2016

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